Reutlinger General-Anzeiger – rfc-Filmschau 2019

 

Beste Filme – aus Reutlingen und

Baden Württemberg

Filmschau des rfc in der Kemmlerhalle in Betzingen

 

Zu seiner seit Jahren traditionellen Filmschau hatte der Reutlinger-Film-Club am vergangenen Sonntag die Öffentlichkeit eingeladen. Vor etwa 200 Gästen präsentierten Reutlinger Filmer und Autoren von befreundeten Clubs aus Ludwigsburg, Waiblingen, Kirchheim, Karlsruhe und Friedrichshafen ihre Produktionen, die sowohl bei den internen Clubwettbewerben als auch vom baden württembergischen Landesverband ausgezeichnet und zu den Bundesfilmfestspielen weiter gemeldet wurden.

 

Beste Filme zu den Bereichen Reise, Dokumentar, Reportage, Natur, Trick und Herstellung konnte Dr. Fritz Dannenmann als rfc-Vorsitzender bei seiner Begrüßung dem zahlreichen und interessierten Publikum ankündigen. Sie zeigen den weit gespannten Themenbogen, der sich den engagierten Filmern für ihre Produktionen bietet. Klaus Menzer aus Ludwigsburg begleitete ein SWR-Fernsehteam und dokumentierte dessen Vorbereitungen für die Aufzeichnung des Festzuges in Bad Cannstatt und zeigte die schwierige Arbeit der Pferdebetreuer eines von acht Rappen gezogenen Festwagens. Walter Vötsch entführte mit seinem Film „Untermieter“ in die Brut- und Schlupfzeit der gefiederten Kirchenbewohner. Er begleitete Turmfalken über mehrere Wochen mit der Kamera. Ganz anders das Thema von Walter Henne: sein Film zeigte die Entstehung von Luren, das sind Blechblasinstrumente, die bereits in der Bronzezeit gebaut wurden. In der Werkstatt des Musikhauses Benz in Dettingen werden Nachbauten hergestellt. Fernweh vermittelten die Filme von Siegfried Hikel nach Island mit den Kontrasten zwischen Geysiren und eisbedeckten Gletschern. Außergewöhnlich die Bilder von Doris und Cord Restorff bei ihrer Reise zu den Jaguarmenschen im brasilianischen Amazonasgebiet. Die Matis sind wegen ihrer Gesichtsverzierungen, die aussehen wie Schnurrhaare, auch als Jaguar-Volk bekannt und leben naturverbunden im Urwald fern der Zivilisation. Fritz Dannenmann zeichnete mit seinem Film über Winand Victor ein Künstlerporträt des 2014 in Reutlingen verstorbenen Künstlers. In den Nachkriegsjahren schuf Victor u.a. farbige Glasbetonfenster und Entwürfe für Bildteppiche. Sein Werk Triptychon dekoriert den kleinen Sitzungssaal im Reutlinger Rathaus. Schwierig für die Betrachter der Film eines ehemaligen Reutlingers, Wolfgang Wergowski, der in seinem Film „Danke für Alles!“ seine demenzkranke Mutter einige Tage mit der Kamera begleitete und deren schwierige Lebensumstände aufzeichnete: zwischen Vergessen und Erinnern. Aber auch fröhliche Gesichter brachte der Filmnachmittag auf die Leinwand: lachende Kinder in „Brazula“, einem Film von Lothar Bogsch, der den Besuch einer Kindergruppe in einer Großbäckerei begleitet: vom Ausrollen des Teiges bis zu seiner schwierigen Verschlingung zur formschönen Brezel. Abschluss des Filmnachmittags: „Der Schöpfungsbericht“ von Egon Ludwig - ein Trickfilm von Montag bis Sonntag, begleitet von Texten in Reimform.

 

Rundum ein gelungener Nachmittag für die Gäste und die rfc-Mitglieder, die die Veranstaltung vorbereiteten und die Filme in Großprojektion auf die Leinwand brachten.

Die Technik Detlef Anker und Albert Freudenberger

Der Saal ist voll

Die Preisträger

Autor Walter Vötsch und !. Vorsitzender des rfc, Peof.Dr. Fritz Dannenmann

Autor Wolfgang Wergowski

Autor Siegfried Hikel

Alles in allem eine gelungene Veranstaltung des rfc